Vergangene Stockhauser Veranstaltungen

Archiv ab dem Sommer 2018

Jahreshauptversammlung

Stockhauser Feierstunde "Europa"
mit Ex-EU-Parlamentspräsident MdB Martin Schulz und MdB Achim Post

Freitag, 25. Januar 2019, 16 Uhr (Empfang); 16.30 Uhr (Festakt)
Begegnungsstätte Stockhausen

MdB Martin Schulz während seiner Europa-Festrede in Stockhausen
(© Stockhausen für Europa)

Nachdem am 3. März 2018 im Rahmen der Auftaktveranstaltung unseres Partnervereins "Stockhausen für Europa", bei der u. a. MdEP Elmar Brok als Festredner zu Gast war, die bis dato womöglich größte und bedeutendste politische Veranstaltung aller Zeiten bei uns in Stockhausen stattgefunden hatte, ist es uns tatsächlich gelungen, diese Veranstaltungsdimension innerhalb nur eines Jahres in ähnlicher Größenordnung noch einmal zu wiederholen.

Und zwar war es uns dank unseres Vereinsmitglieds und hiesigen Bundestagsabgeordneten Achim Post gelungen, Ex-EU-Parlamentspräsident MdB Marin Schulz für einen Festvortrag zum Thema "Europa" bei uns in Stockhausen zu gewinnen, den dieser am Freitag, dem 25. Januar 2019, im Rahmen einer Feierstunde "Europa" vor rund 150, sichtlich beeindruckten Zuschauer*innen in unserer erneut sehr ansprechend mit den rundum an der Wand hängenden Flaggen aller (noch) 28 EU-Mitgliedsstatten dekorierten Begegnungsstätte gehalten hat.

Nachdem die gesamte Veranstaltung (wie schon so oft) sehr stimmungsvoll mit festlichen Blechbläserklängen des Posaunenchores Blasheim unter der Leitung von Dieter Köster feierlich eröffnet worden war und direkt im Anschluss unser Vereins-Vorsitzender Gerd H. Niemeyer alle Anwesenden herzlich begrüßt sowie noch einmal in ein paar Sätzen unsere zentralen Grundanliegen als Verein erläutert hatte, übergab er das Wort zunächst an Achim Post, der in seinem kurzen Grußwort unsere Vereinsarbeit sehr lobte und dabei aus seiner Perspektive als Bundestagsabgeordneter und stellv. Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion für Europa, Haushalt und Finanzen auch auf die immense weltpolitische Bedeutung und Notwendigkeit eines in Demokratie und Solidarität geeinten Europas hinwies.

Das waren dann auch die Stichworte für den fast dreiviertelstündigen Festvortrag von Martin Schulz, dem es in einer völlig frei gesprochenen und dennoch ebenso inhaltlich wie rhetorisch höchst eindrucksvollen Grundsatzrede gelang, aufzuzeigen, dass der Frieden und Wohlstand, den wir auf dem europäischen Kontinent und speziell in Deutschland (trotz aller sozialer Probleme und Ungleichheiten im Lande, die keinesfalls außer Acht gelassen werden dürften) seit dem Ende des 2. Weltkriegs genießen dürften, ein unendlich kostbares, weil historisch völlig einmaliges Geschenk seien – ein Geschenk, dass maßgeblich auf der Vergebung deutscher Verbrechen seitens unserer europäischen Nachbarländer gründe, die damit gewissermaßen den Urgeist der europäischen Idee einer in Frieden, Wohlstand und Solidarität zusammenlebenden und -arbeitenden nationenübergreifenden Wertegemeinschaft beschworen hätten.

Deutschland verdanke Europa also unendlich viel und es sei allein schon von daher – ganz zu schweigen von der heutigen wirtschaftlichen und politischen Notwendigkeit, sich angesichts erneut aufkeimender populistischer und antidemokratischer Tendenzen sowie der globalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts wie Klimawandel, Globalisierung, Digitalisierung, Terrorismus usw. weltweit als gemeinsame europäische Stimme der Vernunft, der Demokratie, der Humanität und der Verantwortung für Mensch und Natur Gehör zu verschaffen – unsere ureigenste Pflicht, alles dafür zu tun, die europäische Idee – erst recht in Zeiten ihrer aktuell vielleicht schwersten Krise – am Leben zu erhalten und jeden Tag aufs Neue Wirklichkeit werden zu lassen. Von daher sei er, so Schulz weiter, sehr beeindruckt von unserem Engagement für Europa hier in Stockhausen, da wir genau in dem zuvor genannten Sinne mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln Sorge dafür trügen, dass Europa fortbestehen könne. Ähnlich wie Brok knapp ein Jahr zuvor warf auch Schulz an dieser Stelle das bedenkenswerte Gedankenspiel in den Raum, was alles erreichbar wäre, wenn alle Europäer*innen ein ähnliches Engagement für Europa an den Tag legten, wie wir in Stockhausen.

Den stimmungsvollen Abschluss dieser eindrucksvollen Feierstunde gestaltete erneut der Posaunenchor Blasheim unter der Leitung von Dieter Köster mit dem Spielen zunächst der Eurovisions-Hymne und zum Abschluss der Europahymne "Freude schöner Götterfunken".
 
Allen Beteiligten, Helfer*innen und Mitgliedern des Organisationsteams sei wieder einmal an dieser Stelle ein ganz, ganz herzlicher Dank für Ihr/Euer tolles Engagement ausgesprochen, ohne das solche großartigen und besonderen Veranstaltungen wie die vorliegend besprochene (zumal in dieser Häufung, wie wir sie im vergangenen Jahr in Stockhausen zu stammen hatten), nicht möglich wäre.

Bild-Impressionen von der Feierstunde "Europa" am 25. Januar 2019
mit den Ehrengästen MdB Martin Schulz und MdB Achim Post.
(© Stockhausen für Europa)

Adventstreffen bei Kühhirts
Musikalischer Adventskalender mit den Chorallen und einem Streichquartett

Blasheimer Adventsmarkt

Europa als alltägliche "Praxis" begreifen – Philosophischer Vortrag von Michael Medzech über Europa und Stockhausen

Freitag, 23. November 2018, 18 Uhr
Begegnungsstätte Stockhausen

Referent Michael Medzech (m.) mit dem SfE-Vorsitzenden Gerd H. Niemeyer (l.) und dem HV-Vorsitzenden Alexander Niemeyer (r.) (© Heimatverein Stockhausen)

"Poröses Europa? Zum Gewebe eines Kontinents und ihren Bewohnern" – unter diesem Titel fand im Rahmen der traditionellen, vom Heimatverein Stockhausen in diesjähriger Kooperation mit unserem Verein „Stockhausen für Europa“ veranstalteten „Stockhauser Vortragsreihe“ am Freitag, 23. November 2018 um 18 Uhr ein philosophischer Vortrag unseres Vereinsmitglieds Michael Medzech statt, der trotz (oder gerade wegen?) des intellektuell anspruchsvollen Themas rund 50 Besucher*innen (darunter bemerkenswerter- und erfreulicherweise auch einige Jugendliche) in die Begegnungsstätte Stockhausen lockte.
 
In seinem knapp eineinhalbstündigen Vortrag widmete sich der Referent zunächst der ‚Alten Dame‘ Europa. Diese sei seit ihrer in mythische Zeiten zurückreichenden Jugendblüte als vom Zeusstier nach Kreta entführte phönizische Prinzessin angesichts einer jahrhundertelangen wechselvollen Geschichte kultureller, gesellschaftlicher und ethischer Höhenflüge und Katastrophen ziemlich in die Jahre gekommen und habe dabei (nicht zuletzt angesichts aktueller Krisen in Europa und der Welt gerade auch wieder in letzter Zeit) reichlich Falten, Blessuren und Narben davon getragen. Somit möge diese ‚Alte Dame‘, so Medzech weiter, in unserer heutigen Gegenwart durchaus ein ziemlich groteskes bzw. „poröses“ Bild abgeben – vergleichbar dem im Zuge der Euroeinführung 2001 entstandenen surrealen Gemälde „Raub der Europa“ des Malers Lutz R. Ketscher.

Auf Basis dieses recht unschmeichelhaften Bildes von „Europa“ fragte Medzech allerdings im Folgenden, wie wir uns, die wir uns als Europäer in diesen grotesk-porösen Zügen ja letztlich selbst identifizieren müssten, im Jetzt und Hier bzw. zukünftig zu dieser ‚Alten Dame‘ (und damit zu uns selbst) stellen wollten und welche sinnvollen Wege ‚unsere Dame‘ eingedenk ihres Alters und der mit ihrer ‚Person‘ verbundenen Widersprüche, nicht mehr korrigierbaren Fehler, Erfolge und Verfehlungen in der Zukunft beschreiten könne.

Um einen möglichen Ansatzpunkt für die Beantwortung dieser Fragen zu erhalten, nahm Medzech sein wie gebannt lauschendes Publikum im Hauptteil seines Vortrags mit auf eine eindrückliche und eloquent geschilderte Erinnerungsreise zu exemplarischen Eckpfeilern europäischer Kunst-, Kultur- und Geistesgeschichte von der Antike bis in die Gegenwart. Trotz des hohen intellektuellen Anspruchs seiner Ausführungen gelang es ihm dabei immer wieder mit Hilfe anschaulicher Beispiele etwa aus philosophischen, literarischen, künstlerischen oder musikalischen Werken, wichtige Aspekte und Gedankenfiguren wie z. B. die aristotelische megalopsychia (Seelengröße) allgemein verständlich darzustellen und so nach und nach – ganz im Sinne des kanadisch-französischen Philosophen und Politologen Bruno Latour – die Richtschnur einer explizit vom Lokalen und Provinziellen ausgehenden „europäische[n] Praxis im Gewebe der zwischenmenschlichen Angelegenheiten“ (Medzech, nach einer Formulierung Hannah Arendts) auszulegen. Dabei könne, so Medzechs Schlussfolgerung, gerade die anfänglich negativ skizzierte Porosität Europas umgekehrt auch als positive Offenheit für neue Wege interpretiert werden und so im besten Falle sogar zu einer Art Verjüngungskur der ‚Alten Dame‘ Europa führen.

Damit schlug Medzech schließlich auch die Brücke zur aktuellen ehrenamtlichen Arbeit unseres Vereins „Stockhausen für Europa“, der sich mit seinem Projekt „Europawahl 2019 – Ein Fest der Demokratie“ ganz im Sinne Latours dafür einsetze, mit konkreter Arbeit vor Ort einen ‚provinziellen‘ Beitrag zur Stärkung der europäischen Idee einer demokratischen, freiheitlichen, toleranten, weltoffenen und gerechten Gesellschaft zu leisten. Unser Verein mache – z. B. im Rahmen von Veranstaltungen wie der vorliegend besprochenen –„Europa“ zum Thema und sensibilisiere damit dafür, „Europa“ als konkrete „Praxis“ und „Handlungsweise“ eines jeden einzelnen zu begreifen – und zwar nicht nur (aber auch) mittels Stimmabgabe bei der „Europawahl“, sondern ebenso im alltäglichen Umgang miteinander in Familie, Freundes-/Bekanntenkreis, Berufs- und Freizeitumfeld.

Im Anschluss an den Vortrag entwickelte sich noch eine sehr ausführliche und anregende, hier und da auch durchaus kritische Diskussion zwischen Publikum und Referent zum Gesamteindruck und Einzelaspekten der Vortragsthematik, die schließlich bei dem obligatorisch bereitgestellten Fingerfood-Imbiss inkl. Getränken in lockerer Atmosphäre gemütlich ausklang.
 
An dieser Stelle sei im Namen des gesamten Vorstands sowohl dem Referenten Michael Medzech als auch den vielen fleißigen Helfer*innen im Hintergrund für das äußerst erfolgreiche Gelingen dieses besonderen Vortragsabends in Stockhausen ganz herzlich gedankt.

Festakt / Preisverleihung "PSD BürgerProjekt 2018"
"Stockhausen für Europa" belegt ersten Platz Auszeichnung als "Leuchtturmprojekt"

Freitag, 16. November 2018, 17 Uhr
PSD-Bankhaus Münster

Siegerurkunde für SfE beim "PSD BürgerProjekt 2018" (© Stockhausen für Europa)

Riesengroße Freude bei unserem Partnerverein "Stockhausen für Europa"! Er hat bei der Endrunde des "PSD BürgerProjekts 2018" den ersten Platz belegt und ist als eines von zwei Leuchtturmprojekten des Wettbewerbs ausgezeichnet worden.

Mit dieser grandiosen Auszeichnung verbunden ist überdies ein stattliches Preisgeld von 6.000 €, das wir in Stockhausen natürlich für die Finanzierung unseres Großprojekts "Europawahl 2019 – Ein Fest der Demokratie" sehr, sehr gut gebrauchen können.

"Stockhausen für Europa" hat sich in der Endrunde dieses Wettbewerbs, der in diesem Jahr unter dem wie für Stockhausen gemachten Motto "Europa fängt vor meiner Haustür an" stand, gegen 15 weitere, ebenfalls sehr interessante und hochkarätige Konkurrenzbewerbungen durchsetzen können, die vornehmlich aus dem Münsterland bzw. dem Ruhrgebiet stammten. Wir waren in der Endrunde der einzige Kandidat aus OWL.

Entsprechend freuen wir uns natürlich riesig, dass unser Partnerverein und damit unser Europawahl-Projekt dank dieses Wettbewerbs nun auch weit über die Grenzen Stockhausens und Lübbeckes hinaus immer bekannter wird und damit unser eigentliches Ziel, die öffentliche Aufmerksamkeit durch konkrete, engagierte und ehrenamtliche Arbeit vor Ort stärker auf das Thema "Europawahl" zu lenken, immer mehr an Kontur gewinnt.
 
An dieser Stelle sei noch einmal ganz ausdrücklich und herzlich sowohl der Wettbewerbs-Jury, die "Stockhausen für Europa" durch ihre Wahl die große Ehre hat zuteil werden lassen, als erstplatziertes Leuchtturmprojekt dieses Wettbewerbs ausgezeichnet worden zu sein,  sowie allen Unterstützer*innen gedankt, die durch ihre Klicks beim Online-Voting im Sommer 2018 diesen tollen Erfolg erst möglich gemacht haben. Vielen, vielen Dank! 

Stockhauser Frühstück

Vortrag von Dr. Ernst-Dieter und Ulrike Köpper (Lübbecke) über ihre langjährigen Lebenserfahrungen in Athen und Barcelona

Freitag, 19. Oktober 2018, 18 Uhr

Begegnungsstätte Stockhausen

Ulrike und Dr. Ernst-Dieter Köpper (m.), umrahmt vom SfE-Vorsitzenden Gerd H. Niemeyer (r.) und vom HV-Vorsitzenden Alexander Niemeyer (l.) (© Heimatverein Stockhausen)

"Europa von innen, Deutschland von außen. Erfahrungen, Erlebnisse, Einsichten – 11 Jahre Leben und Arbeiten in Griechenland und Spanien bzw. Katalonien" – unter diesem Titel haben Vereinsmitglied Dr. Ernst-Dieter Köpper und seine Frau Ulrike am Freitag, 19. Oktober 2018, um 18 Uhr einen hochinteressanten Vortrag gehalten.
Insgesamt elf Jahre arbeiteten und lebten Köppers im europäischen Ausland; an deutschen Auslandsschulen in Griechenland (Athen) und in Spanien (Barcelona / Katalonien) war Dieter Köpper als Lehrer in leitender Funktion tätig. Über zahlreiche Eindrücke, Erlebnisse und Erfahrungen, die das Ehepaar während dieser Jahre gesammelt hat, berichteten die beiden dem ca. 30-köpfigen, interessiert lauschenden Publikum sehr persönlich und mischten dabei immer wieder Anekdotisches aus dem Alltagsleben mit – durchaus auch kritischen – analytischen Einschätzungen der gesellschaftlich-politischen Besonderheiten und Situationen in beiden Ländern.
Trotz so mancher in diesen Ausführungen zutage tretender, aus deutscher Sicht etwas kurios, ja befremdlich wirkenden Eigenarten und – nicht zuletzt im Hinblick auf den europäischen Einigungsprozess – auch Herausforderungen (z. B. was den strukturellen Hang zur Korruption in Griechenland oder die aus  Köppers Sicht sehr problematischen Autonomiebestrebungen in Katalonien angeht) verstanden Köppers ihren Vortrag jedoch vor allem als eine große Liebeserklärung an diese beiden Länder, sodass ihre Ausführungen insgesamt zu einem sehr lebendigen und differenzierten Zeugnis europäischer Vielfalt wurden, das auch das Publikum anregte, im Anschluss an den Vortrag viele Nachfragen bzw. eigene Wortbeiträge in die Diskussion einzubringen.
Wie üblich stand nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung wieder ein kleiner Imbiss mit Fingerfood und Getränken bereit, der viele Besucher*innen dazu einlud, den informativen Abend in lockerer Atmosphäre gemütlich ausklingen zu lassen.
 
Wir danken dem Ehepaar Köpper sehr herzlich für Ihren interessanten, informativen, kurzweiligen und nachdenkenswerten Vortrag, den zahlreichen Gästen, die an diesem Abend den Weg in unsere Begegnungsstätte gefunden haben sowie natürlich auch – last but not least – allen Helfer*innen, die bei der Vorbereitung und Organisation dieser schönen und erfolgreichen Veranstaltung tatkräftig parat standen.

Dreitägige Exkursion nach Brüssel

Montag, 15. Oktober 2018, bis Mittwoch, 17. Oktober 2018

Vom 15. bis 17 Oktober 2018 hatte unser Partnerverein "Stockhausen für Europa" eine dreitägige Exkursion nach Brüssel organisiert, bei der insgesamt 26 Teilnehmer*innen mitfuhren.

Los ging es am frühen Montagmorgen mit dem Bus von Lübbecke aus. Nach unserer Ankunft am frühen Nachmittag und dem Einchecken im Hotel stand  zunächst eine sehr informative Stadtrundfahrt quer durch die belgische Metropole an, bei der wir mit dem Bus bzw. zu Fuß die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Brüssels erkunden konnten, natürlich inklusive Atomium, Dom, Grande-Place/Grote Markt und Manneken Pis. Am Abend gab es dann ein gemeinsames Abendessen im Hotel, das wir in gemütlicher Runde an der Hotelbar ausklingen ließen.

Am Dienstag wurden wir dann am Europäischen Parlament vormittags um 11 Uhr zunächst von einer Praktikantin aus dem Büro von MdEP Elmar Brok empfangen, die uns eine exklusive Führung durch das Parlamentsgebäude gab und uns schließlich in ein Konferenzzimmer brachte, in dem sie das Wort an Herrn Thomas Bickl, den deutschen Pressesprecher der EVP-Fraktion, übergab, mit dem wir über allgemeine und aktuelle Fragestellungen rund um die EU-Politik diskutieren konnten.

Um ca. 11.45 Uhr stieß dann MdEP Elmar Brok zu uns, der ja auch schon bei unserer großen Auftaktveranstaltung am 3. März 2018 als Festredner in Stockhausen zu Gast war (s.u.) und uns in diesem Zuge zu sich nach Brüssel eingeladen hatte. Wie wir vor Ort erfuhren, kam er gerade aus einem brisanten Verhandlungsgespräch anlässlich der Brexit-Frage, von dem er uns exklusiv berichten konnte – übrigens bevor er direkt im Anschluss an unser Treffen mit ihm ein gleich lautendes, am nächsten Tag auch von der internationalen Presse zitiertes Statement zum aktuellen Stand der Brexit-Verhandlungen abgab. Wir waren also als Reisegruppe von "Stockhausen für Europa" an diesem Tag tatsächlich einmal mittendrin im weltpolitischen Geschehen und konnten Herrn Brok bei seiner diplomatischen Arbeit quasi direkt über die Schulter schauen.

Natürlich wurden während unseres ca. dreiviertelstündigen Gesprächs mit Herrn Brok neben dem Brexit auch noch weitere Themenaspekte angesprochen, zu denen unsere Teilnehmer*innen je nach Interessenlage Fragen bzw. Kommentare an den Abgeordneten richten konnten, so dass wir einmal mehr ganz konkret und live erlebt haben, dass die Brüsseler EU-Politik eben nicht etwas vermeintlich Abstraktes und für die/den Normalbürger*in Unerreichbares ist, sondern ganz im Gegenteil: Wir alle sind als Wahlberechtigte bei der Europawahl der Souverän des europäischen Parlaments, eines der einflussreichsten Organe der europäischen (und damit der Welt-)Politik, und können als solcher selbstverständlich stets direkt vor Ort unseren gewählten Abgeordneten Fragen stellen, unsere Meinung sagen, eigene Vorschläge oder Kritik äußern, während gleichzeitig unsere Abgeordneten – wie zumindest in unserem Falle Herr Brok – bereitwillig und gerne Rechenschaft  bzgl. ihrer politischen Tätigkeiten in und für Europa vor uns ablegen. Somit war unser Besuch im europäischen Parlament – wenn man so will – ein echtes Stück gelebter Demokratie. Entsprechend sei an dieser Stelle nochmals unser herzlicher Dank an Herrn Brok und sein Büro für dieses wirklich sehr eindrückliche Treffen vor Ort in Brüssel ausgesprochen.

Nach dem Mittagessen in der Parlamentskantine, in der es faszinierend zu sehen und zu hören war, wie an den zahlreichen Tischen immer wieder Menschen unterschiedlichster Sprachen und Kulturen miteinander kommunizierten, so dass der Eindruck entstand, ganz Europa sei in einem einzigen großen Raum versammelt, stand als Abschluss des offiziellen Programms bei der EU noch ein Besuch des "Parlamentariums" an, des Informationszentrums des Europäischen Parlaments in Brüssel. Hier konnten wir uns in einer medial sehr ansprechend, informativ und anschaulich aufbereiteten Ausstellung über die Geschichte, Gegenwart und Zukunft sowie die Funktionen, den Aufbau und die Strukturen der EU und ihrer Institutionen ausführlich informieren.

Mit diesen vielfältigen Eindrücken im Kopf stand dann der restliche Nachmittag und Abend sowie auch der nächste Morgen, bevor es mittwochs gegen 13.30 Uhr wieder mit dem Bus gen Heimat ging, den Teilnehmer*innen unserer Fahrt zur individuellen Verfügung, um bei herrlichstem Spätsommerwetter Mitte Oktober Belgiens Hauptstadt auf eigene Faust weiter zu erkunden.

 

Nach Auskunft aller Teilnehmenden verlief die Fahrt insgesamt reibungslos und war überdies sehr eindrucksvoll, abwechslungs- und erlebnisreich. Eine Rückmeldung, über die wir uns natürlich sehr freuen und die uns Mut macht, mit unserer Vereinsarbeit für Stockhausen und Europa genauso engagiert wie bislang fortzufahren.

 

Ein besonderer Dank gilt in diesem Zusammenhang nicht zuletzt auch unserem Busfahrer Werner Katenbrink von der Firma Aschemeyer, der uns ins bewundernswerter Weise jederzeit absolut zuverlässig, pünktlich und souverän durch das abenteuerliche Verkehrschaos der belgischen Metropole zu lenken verstanden und uns überdies natürlich auch bei der Hin- und Rückfahrt stets sehr sicher von Lübbecke nach Brüssel bzw. umgekehrt transportiert hat.

Bild-Impressionen von unserer Brüssel-Exkursion (© Stockhausen für Europa) 

Spieletag "Europa" in Stockhausen

Samstag, 6. Oktober 2018, 14–19.30 Uhr
Begegnungsstätte Stockhausen

In welchem europäischen Land kann man die Alhambra besichtigen? Welches Essen ist typisch für Dänemark? Welche Farben hat die Flagge von Rumänien? Wie heißt die Hauptstadt Sloweniens? Diesen und weiteren Fragen sind 17 Kinder der Grundschule Blasheim, die sich zum Aktionsspieletag "Europa" unseres Partnervereins "Stockhausen für Europa" angemeldet hatten, auf spielerische Weise und mit sichtlich viel Spaß am 6. Oktober 2018 an der Stockhauser Begegnungsstätte nachgegangen.

Los ging es um 14 Uhr mit ein paar kleinen Warm-Ups auf dem Sportplatzgelände, die Körper und Geist der Kinder auf Trapp brachten, bevor dann vier Teams gebildet wurden, die bei den beiden Haupt-Spieleaktionen des Nachmittags, der "chaotischen Europareise" und dem "Buzzerquiz" zum Thema "Europa", jeweils gegeneinander antraten.

Bei der "chaotischen Europareise" mussten die vier Teams je nach Würfelergebnis und Position ihres Spielsteins auf dem Spielfeld jeweils eine von 84 auf dem Gelände der Begegnungsstätte versteckten Karten suchen und sich das merken, was auf der Rückseite der jeweiligen Karte abgebildet war (z. B. ein europäisches Wahrzeichen oder die Flaggenfarbe bzw. Hauptstadt eines der 28 EU-Länder). Anschließend mussten die Teams zurück zur Spielleitung laufen und korrekt benennen, was auf der Karte abgebildet war. Danach bekamen sie jeweils eine kleine Aufgabe, die sie als Team lösen mussten. Neben lustigen Scherzaufgaben gab es dabei auch immer wieder knifflige Quizfragen zum Thema "Europa". Um diese Fragen beantworten zu können, standen neben dem Spielplan kindgerecht aufbereitete Infotafeln zu diversen "Europa"-Themen bereit, an denen die Kinder die nötigen Informationen zur Beantwortung der Fragen ermitteln konnten. Wenn die Frage bzw. Aufgabe korrekt beantwortet bzw. gelöst war, ging es weiter mit Würfeln und die nächste versteckte Karte musste gesucht werden, so lange bis das erste Team im Ziel war.

Nachdem sich die Kinder bei diesem actiongeladenen Spiel richtig ausgepowert hatten, gab es anschließend bei herrlichstem spätsommerlichen Oktoberwetter erst einmal eine kleine Verschnaufpause mit Getränken und Kuchen bzw. Muffins, bevor es dann gegen 17 Uhr mit dem Buzzerquiz weiterging. Hier mussten die Teams im Stile der seinerzeit sehr beliebten Fernseh-Quizshow "Der große Preis" (Moderator Wim Thoelke) aus einem Tableau von unterschiedlichen Themenfeldern (Länder, Tiere, Allgemein, Sport, Aktiv) und Schwierigkeitsgraden (leicht = 25, mittel = 50, schwer = 75, sehr schwer = 100), für die es entsprechend gestaffelte Punkte zu ergattern gab, auswählen und dann so schnell wie möglich den Buzzer drücken und die richtige Antwort sagen.

Bevor der Spieletag mit einem gemeinsamen Pizzaessen mit den Eltern unter freiem Himmel abschloss, bekam jede/r Teilnehmer*in noch einen von "Stockhausen für Europa" gesponserten 'Präsentkorb' mit "Europa"-Souvenirs geschenkt, in dem u. a. ein kleiner Bumerang und eine Taschenlampe mit EU-Logo, einige Euro-Schokotaler, ein kleiner Schmuckstein sowie jeweils zwei vom europäischen Parlament herausgegebene Mal- bzw. Entdeckerhefte für Kinder zum Thema "Europa" enthalten waren.

 

Wie die Kinder und ihre Eltern im Anschluss an die Veranstaltung zurückmeldeten, hat es allen viel Spaß und Freude gemacht, auf spielerische Weise Europa zu entdecken und zu erkunden.

Infotafel und Spielplan der "chaotischen Europareise" (© "Stockhausen für Europa")

Mitarbeiterfest

Bierbrunnen-Sternfahrt mit Europafähnchen

Marktplatzstand von "Stockhausen für Europa" inkl. Kartenverkauf "Konzert für Europa"

Sternfahrt: Sonntag, 19. August 2018, 9 Uhr (lange Strecke), 10 Uhr (mittlere / kurze Strecke), Begegnungsstätte Stockhausen (Blasheimer Str. 24, 32312 Lübbecke)

Stand "Stockhausen für Europa": Sonntag, 19. August 2018, ab 11 Uhr auf dem Marktplatz Lübbecke

Am 19. August 2018 stand wieder die traditionelle Sternfahrt aus den einzelnen Lübbecker Ortsteilen zum Bierbrunnenfest an. Nach dem hervorragenden dritten Platz im vergangenen Jahr landete Stockhausen bei der diesjährigen Sternfahrt immerhin auf Platz vier, wobei mit 55 Radler*innen sogar noch mehr Teilnehmende als beim letzten Mal mitgefahren waren – aber die Konkurrenz als Obermehnen, Lübbecke-Stadt und Gehlenbeck, der wir ganz herzlich zu den Plätzen eins, zwei und drei gratulieren, hatte offenkundig noch etwas stärkere Radeltruppen am Start.


Darüber hinaus war es besonders schön, dass unsere Stockhauser Fahrradtruppe an diesem Tag auch wieder Flagge für Europa gezeigt hat, indem an allen Fahrrädern kleine Europafähnchen wehten.


Passend dazu war unser Partnerverein "Stockhausen für Europa" auf dem Bierbrunnenfest selbst mit einem Werbestand direkt auf dem Marktplatz vertreten, an dem bei herrlichstem Sommerwetter die zahlreichen Besucher*innen des Bierbrunnenfestes erneut erfolgreich auf unser großes Stockhauser Europaprojekt im Jahr 2019 aufmerksam gemacht und auch wieder Karten für das "Konzert für Europa" am 24. Mai 2019 (für genauere Informationen vgl. die Website von "Stockhausen für Europa") verkauft werden konnten.

Stockhauser Markt / Lübbecke on Tour "Auf nach Stockhausen"

Start Kartenvorverkauf "Konzert für Europa"

Samstag, 4. August 2018, ab 11 Uhr

Begegnungsstätte Stockhausen (Blasheimer Str. 24, 32312 Lübbecke)

Programmflyer "Lübbecke on Tour – Auf nach Stockhausen am 4. August 2018"
(© Lübbecke Marketing)

Am 4. August 2018  hieß es "Auf nach Stockhausen!", denn dort fand an diesem Tag der traditionelle Stockhauser Markt inklusive Backtag statt, der in diesem Jahr mit der Aktion "Lübbecke on Tour – Auf nach Stockhausen" des Lübbecke Marketing gekoppelt war und mit einem bunten Unterhaltungsprogramm für Jung und Alt (z. B. Dorfrallye, kreatives Handwerk, Quiltausstellung, Ballon am Kran, Kinderprogramm, Gaumengenüsse diverser Art etc.) aufwartete. Bei fast schon zu heißem, aber ansonsten herrlichem Sommerwetter strömten zahlreiche Gäste aus nah und fern in unser Dorf, um bei der Rallye Interessantes über unseren Ort, seine Betriebe, Gruppierungen und Vereine zu erfahren, das reichhaltige Angebot auf dem Markt zu durchstöbern und natürlich es sich bei Eis, Kuchen, Schnittchen, Grillgut und sonstigen Leckereien sowie Kaffee und erfrischenden Getränken gut gehen zu lassen.


Außerdem lohnte der Besuch Stockhausens an diesem Tag noch aus einem anderen Grund, denn am Stand der Dorfgemeinschaft auf dem Festgelände begann der Kartenvorverkauf für unser großes "Konzert für Europa", das unser Partnerverein "Stockhausen für Europa" gemeinsam mit Solisten, der Kantorei und dem Sinfonieorchester Lübbecke unter der Leitung von KMD Heinz-Hermann Grube am 24. Mai 2019 Open-Air in Stockhausen auf die Bühne bringen und damit das große Stockhauser "Europafest der Demokratie" anlässlich der nächsten Europawahl (26. Mai 2019) feierlich eröffnen wird. Auf dem Programm dieses Konzertes werden u. a. das "Utrechter Te Deum" (HWV 278) von Georg Friedrich Händel, der Walzer "Seid umschlungen, Millionen" op. 443 von Johann Strauß jr. und als Höhe- und Schlusspunkt das Chorfinale aus Ludwig van Beethovens 9. Sinfonie d-Moll op. 125 mit der Europahymne "Freude schöner Götterfunken" stehen.


Die Konzertkarten kosten 20 €, für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre ermäßigt 10 €. Es gibt bei dieser Open-Air-Veranstaltung freie Platzwahl. Der reguläre Kartenverkauf geht ab sofort in der Bücherstube Lübbecke (Lange Str. 46, 32312 Lübbecke) sowie in der Lübbecker Geschäftsstelle der Lübbecker Kreiszeitung (Gerichtsstr. 1, 32312 Lübbecke) weiter. Außerdem sind Karten direkt beim Vorstand von "Stockhausen für Europa" (Unterm Dorf 10, 32312 Lübbecke, kontakt@stockhausen-fuer-europa.de) sowie immer freitags zwischen 15-18 Uhr in der Stockhauser Vitrine an der Begegnungsstätte (Blasheimer Str. 24, 32312 Lübbecke) zu beziehen.


Genauere Informationen zum Stockhauser Europaprojekt finden Sie auf der Website von "Stockhausen für Europa".

Das offizielle Plakat für das Stockhauser "Konzert für Europa" am 24. Mai 2019
(© Stockhausen für Europa)

Das offizielle Plakat für das Stockhauser "Konzert für Europa" am 24. Mai 2019

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